Neues Jahr - neues Glück Veröffentlicht am 27. Dezember 2017 in Meldungen

Neues Jahr – neues Glück?!

Im Jahr 2018 werden einige neue Gesetze zur Anwendung kommen, die Auswirkungen auf die Beschäftigten in Betrieben und Dienststellen haben.

Für die betrieblichen Interessenvertretungen, egal ob Betriebsräte, Personalräte oder Mitarbeitervertretungen oder Jugend- und Auszubildendenvertretungen ist es wichtig die Veränderungen zu kennen, um im Interesse ihrer Beschäftigten zu handeln.

Ein kurzer Überblick über die Veränderungen in 2018.

 

Betriebliche Altersversorgung

Durch das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) sollen künftig auch Beschäftigte kleiner Unternehmen und geringfügig Beschäftigte Zugang zu einer Betriebsrente erhalten. Im sogenannten Sozialpartnermodell wurden Regelungen getroffen, die für Arbeitgeber und Beschäftigte Anreize bieten. So zum Beispiel einen Förderbetrag für Arbeitgeber, aber auch die Abschaffung der doppelten Besteuerung für betriebliche Riester-Renten.

Mutterschutz

Mit diesem Gesetz soll der bestmögliche Gesundheitsschutz für schwangere und stillende Frauen gewährleistet werden. Daher schützt das das Mutterschutzgesetz (MuSchG) nun auch Studentinnen, Schülerinnen und Auszubildende und Praktikantinnen. Es verbessert den Kündigungsschutz und verpflichtet die Arbeitgeber nun deutlicher, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass eine Schwangerschaft kein Aus für die Berufstätigkeit bedeuten muss. Für die Nachtarbeit wird ein behördliches Genehmigungsverfahren eingeführt.

Entgeltgleichheit

Das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen ist bereits am 6.7.2017 in Kraft getreten. Zum 6.1.2018 gilt für die Beschäftigten ein individueller Auskunftsanspruch, zur Erklärung der Kriterien der eigenen Bezahlung durch den Arbeitgeber. Damit soll die Transparenz der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen erhöht werden. Der Auskunftsanspruch gilt für Betriebe ab 200 Beschäftigte.

Mindestlohngesetz

Der gesetzliche Mindestlohn bleibt 2018 bei 8,84€. Im Laufe des Jahres wird die Mindestlohn-Kommission den neuen Mindestlohn für 2019 und 2020 festlegen.

In den unterschiedlichen Branchen gibt es bereits ab 1.1.2018 Veränderungen.

Zum Beispiel in der Weiterbildungsbranche auf 15,26€ und in den Pflegeberufen auf 10,55 Euro (West inkl. Berlin) und 10,05 (Ost).

Reform des Schwerbehindertenrechts

Seit 2016 gab es verschiedene Änderung im Bereich des Schwerbehindertenrechts.

Ab Januar 2018 gilt ein ganz neues SGB IX mit neu geordneten Rechtsnormen. Alle Teilhabeleistungen für die Eingliederung behinderter Arbeitnehmer sind dann komplett im SGB IX zu finden.

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